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Geschichte

Die Fischerhütte wurde im 19. Jahrhundert gebaut. Vom Naturforscher Schultes stammt das folgende Zitat von 1802 nach einer damals noch sehr anstrengenden Reise auf den „Schneeberge in Unterösterreich“.

„Wenn nicht einst einer am Schneeberg eine sichere und bequeme Hütte baut, ist eine Übernachtung am Gipfel zu gefährlich. Ein in einer solchen Hütte gestiftetes gutes Barometer mit einem Thermometer, einem Hygrometer und einer kleinen Tafel, auf der die Wanderer, deren doch wenigstens zwanzig jeden Sommer hinauf kommen, die beobachtete Höhe und die Grade aufzeichnen, wäre sehr sinnvoll.“

83 Jahre später, am 19. Juli 1885, wurde sein Wunsch durch die Sektion Wiener Neustadt des Österreichischen Touristenklubs verwirklicht. Eine kleine, kaum wohnzimmergroße Holzhütte wurde in der Nähe des Kaisersteines in einer Seehöhe von 2049 Meter errichtet. Der Alpinist Fischer von Röslerstamm spendete 100 Gulden und gab so der Fischerhütte ihren Namen. Bei der Eröffnung sollen 520 Personen anwesend gewesen sein. Ständig steigender Tourismus und nicht zuletzt die Transportleistung der Zahnradbahn erforderten immer wieder Vergrößerungen. 1899 wurde die Hütte, die bis dahin der ÖTK-Sektion Wiener Neustadt unterstand, von der Zentrale des ÖTK übernommen.

Fischerhütte vom Kaiserstein, rechts das Klosterwappen

Als die in der Zwischenzeit zum Haus gewachsene Hütte im Juni 1945 bis auf die Grundmauern abbrannte, war das ein schwerer Schlag für den ÖTK. Der Wiederaufbau erforderte große finanzielle Opfer und so konnte am 18. Oktober 1953 nur eine kleinere Ausgabe der alten Fischerhütte präsentiert werden. Jetzt kam wieder die Zeit der Zu- und Umbauten. 1963 wurde der Neubau auf das doppelte vergrößert. Im Jahre 1974 übernahm die Sektion Neunkirchen des ÖTK die Verwaltung und Betreuung der Hütte, der sie bis zum heutigen Tag innehat. 1975 wurde die defekte Materialseilbahn abgetragen und ein Versorgungsweg von der Zahnradbahn angelegt. 1981 konnte die Hütte mit elektrischem Strom und einem Telefonanschluss ausgestattet werden. Im Jahr 2009 konnte die Wasserleitung und der Kanal bis zur Hütte verlegt werden. Der letzte Zubau erfolgte im Jahr 1991, durch den die Hütte ihr jetziges Aussehen erhielt. Aufgrund ihrer exponierten Lage sind bis heute ständig Reparaturarbeiten an der Hütte notwendig. Gerade diese Lage ermöglicht aber bei schönem Wetter einen Rundblick vom Dachstein bis zum Neusiedlersee.

Die Fischerhütte des ÖTK ist mit 2049 Meter die höchstgelegene Schutzhütte Niederösterreichs. Sie wurde von 1982 bis 2007 (25 Jahre) von Renate Berndorfer als Pächterin bewirtschaftet. Michael Scheffer übernahm danach den Betrieb.

Im Jahr 2009 wurden aufwendigste Grabarbeiten gestartet, um alle Hütten am Hochschneeberg einschließlich der Fischerhütte an der Wasser- und Abwasserleitung die bereits bis zum Bergbahnhof Hochschneeberg vorhanden war, anzuschließen.

Nach einem Jahr, mit einer mehre Monate dauernden Winterpause wurde dann in der Saison 2010endlich angeschlossen. Die Zeiten von Plumpsklo und –naja. sehr strengem Geruch waren damit endgültig vorbei. Dazu wurden auch gleich Gästewaschräume und Duschen eingebaut um den Komfort auf der Hütte so gut wie möglich zu erhöhen.